Projekte

Herzlich Willkommen bei Blackys Projekten

40 Jahre VKJ in 2010Auf dieser Seite möchte ich dich durch einige meiner Projekte führen. Also eine kleine Zeitreise durch meine musikalische Vergangenheit.



2006 Infamous

Sicherlich die interessanteste Geschichte in der Zusammenarbeit mit Musikern die ich über das Falken-Studio kennenlernte war mit dem aus Las Vegas stammenden amerikanischen Rapper "Almighty Infamous". Anfang 2006 kam er nach Essen um sich in Deutschland einen Namen zu machen und hatte einige Produktionen aus Las Vegas mitgebracht. Er wurde bei Radio Essen vorstellig, aber da er nur englisch sprach wurde er für ein Radiointerview an das Falken-Studio verwiesen. Ich war schon ziemlich irritiert als mich sein Manager mit starkem amerikanischen Akzent im Falken-Studio anrief. Dass sich schon mal Bands aus Dresden, Hamburg oder München für eine Radiosendung bei Radio Essen bewarben kannte ich schon - aber ein Gangsta Rapper aus Las Vegas? Wir verabredeten uns dann erst einmal für ein Vorgespräch. Bei allen sprachlichen Barrieren - mein Englisch ist nicht so der börner - war die Unterhaltung aber sehr nett und seine Geschichte recht interessant. Wir machten dann das Interview mit Infamous auf englisch und packten die Übersetzung anschließend über das Originalinterview. Da wir uns aber auch sehr sympatisch fanden und die Zusammenarbeit zwischen Infamous und seinen Manager eher suboptimal lief blieben wir darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt, unterhielten uns viel über seine Musik und deutschen Hiphop, machten einige kleine Trailer für´s Radio und begannen auch Musik zu komponieren. Leider fehlten mir damals die typischen dicken Bässe für seine Musik aber trotzdem bekamen wir zwei ganz interessante Songs hin. Die Texte kamen von Infamous nachdem ich ihm die Playbacks erstellt hatte. Ein Song handelte natürlich über Liebesstress, der andere Song befasste sich mit dem Krieg im Irak.

Hier die Songs:

"Bleib bei mir" - 2,9 MB
"No blood for oil" - 4,4 MB

1996-2002 Crazy Fisch

Bandmitglieder:

Uli Gauss - Gitarre und Gesang
Helmut Szedmik - Bassgitarre
Blacky - Gitarre
Markus Waluschewski - Gesang
Ralf Langenickel, Adamzek und Frank Mellies - Schlagzeug

Neben dem ganzen Projektarbeiten machte es aber immer noch Spass Live mit Musikern zu spielen. Mit Uli Gauss konnte ich dies immer wieder machen und nach und nach scharten wir noch ein paar Freunde um uns rum mit denen wir einige eigene Stücke komponierten und aufnahmen. Auch hier war unsere homebase der Proberaum im Falkenzentrum Süd. Als Harry Müller (Bassist bei CoCash) mal für paar Wochen aus Australien zu Besuch kam haben wir zwei der bisherigen Aufnahmen neu gemischt.

Viel Spass beim reinhören!
"Mein Colt" - 3,2 MB
"Gummibär" - 3,4 MB
"Russ-Ska" - 4,6 MB
"Darkness" - 3,8 MB
"Beduine" - 3,7 MB
"Fang mich" - 4 MB
"Good news" - 2,9 MB
"Manchmal geht´s" - 3,1 MB
"Colt" - 3,2 MB
"Paradies, ade" - 2,9 MB
"Sonntags" - 3,4 MB
"Opferstück" - 4,6 MB
"Inlinerwahn" - 2,9 MB
"Russ-Ska (long version)" - 7,1 MB

1994-1995 Schräge Vögel

Projektmitglieder:
Pedda Scheurer - Arrangement, Drums, Keyboard, Gesang, Chorleitung
Britta Discher - Gesang, Chorleitung
Blacky - Gitarre, Backgroundgesang, Aufnahmeleitung
Hartmut Schütten - Gitarre

Mit Pedda Scheurer, der unter anderem für den Bundesverband der Falken ein Liederbuch herausgebracht hatte an dem ich für das Kapitel "Protestlieder" mitarbeiten durfte hatte ich in der Vergangenheit bereits Seminare im SBZ - dem Sozialistischen Bildungszentrum der Falken in Oer-Erkenschwick im Bereich "Homerecording" und "Studio- und Aufnahmetechnik" gegeben. Mit Britta Discher zusammen betreute Pedda eine Kindergruppe der Falken, die sich zum Ziel gesetzt hat Kinderlieder neu zu vertonen, auf CD aufzunehmen und viele Auftritte zu machen. Pedda hatte die meisten Lieder arrangiert, bei einigen konnte ich mitwirken bzw. sie etwas überarbeiten, oder ich spielte Gitarre und auch mal Backgroundgesang. An einem Wochenende kam dann die Kindergruppe ins Falkenstudio nach Essen und wir nahmen den Chor und Einzelstimmen auf. Zum Abschluss konnte ich die Songs mixen, mastern und Playbacks erstellen. Spannend daran war auch der technische Austausch der Musikstücke und ihre weitere Bearbeitung über das Internet.

Veröffentlichung: CD - Schräge Vögel

CD-Cover Schräge Vögel "Wir werden immer größer" - 1,2 MB
"Schrottrock" - 2,8 MB
"Schräge Vögel Rap" - 4,2 MB
"Doof geborn ist keiner" - 1,6 MB
"Trau dich" - 2,8 MB
"Falken sind affengeil" - 2,7 MB
"Im blauen Hemd" - 2,6 MB
"Große Erwartung" - 3,4 MB
"Der Friedensmaler" - 2,5 MB
"Wir sind Kinder einer Erde" - 2 MB
CD-Cover Schräge Vögel "Friedenslied aus Aserbajdzan" - 3,3 MB
"Ayse und Jan" - 3,7 MB
"Anders" - 3,8 MB
"U gonni ssa" - 2,5 MB
"Damit spielt ein Mädchen nicht" - 1,8 MB
"Wer sagt, daß Mädchen dümmer sind" - 2,9 MB
"Bratkartoffellied" - 2 MB
"Der Umzug" - 3,4 MB
"Hab mich lieb, vergiß mich nicht" - 1,6 MB
"Trotzdem weiter" - 2,6 MB

1993 - 1998 Working Class Heroes

Mit dem Projekt "Working Class Heroes" setzte ich die mit Thomas Guthoff begonnene Arbeit der Neuvertonung von Arbeiterliedern fort. Hierbei arrangierte ich einige Klassiker der Arbeiterlieder neu und produzierte die Arrangements in meinem Homerecording - Studio. Viele Schlagzeugparts wurden von Frank Mellies eingespielt. Für den Gesang sprach ich SängerInnen aus verschiedenen Essener Bands die ich über die Sendereihe "Vor Ort Musik" kennenlernte an und nahm mit ihnen die Gesangsaufnahmen im Falkenstudio auf. Leider fand ich keinen Verlag bei dem ich die Lieder hätte veröffentlichen können, daher setzte ich sie zur freien Nutzung ins Internet. War schon sehr spannend wie sich über diesen Weg die Lieder verbreiteten und woher ich halreiche Rückmeldungen bekam. Beispielsweise von einem Collagelehrer aus Amerika der dort Deutsch unterrichtete und anfragte ob er meine deutsche Fassung von "Masters of War / Bob Dylan" nutzen dürfte. Die meisten downloads hatte allerdings der Song "Che Guevara" der auf unterschiedlichsten Plattformen auftauchte. Bei diesem Song hatte Thomas Guthoff das Klavier eingespielt und der Sänger von den "Dildo Brothers" später "superfly 69" erstmalig einen deutschen Text gesungen.

Veröffentlichung: Völker hört die Signale ... Ruhe zwischen den Kämpfen / Working Class Heroes

Völker hört die Signale ... Ruhe zwischen den Kämpfen

"Die Internationale" - 3,6 MB Text: Eugene Poittier/Emil Luckhardt; Musik: Pierre Degeyter/Detlef Black; mitwirkende Musiker: Pedda Scheurer-Gesang, Blacky-Gitarren, Keyboards, Sampling
Die Internationale ist das weltweit am weitesten verbreitete Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung, die sich ideologisch – gemäß dem marxistischen Motto „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ – dem proletarischen Internationalismus verpflichtet sieht. Der ursprünglich französische Text stammt von Eugène Pottier, einem Dichter und aktiven Beteiligten der Pariser Kommune von März bis Mai 1871, der ersten als proletarisch-sozialistisch geltenden Revolution. Auf der Flucht nach dem Zusammenbruch der Pariser Kommune schrieb Pottier "Die  Internationale"; das  Manifest, das  zur Freiheitshymne aller Revolutions- und Protestbewegungen in der ganzen Welt wurde. Vertont wurde der Text  1888 von  dem  Arbeiterkomponisten  und  Dirigenten  des  Liller Arbeitergesangsvereins P.  C. Degeyter.  Mitte der neunziger Jahre wurde "Die Internationale" in Deutschland uVölker hört die Signale ... Ruhe zwischen den Kämpfennd in andern Ländern bekannt. Sie ist seitdem aus der internationalen Arbeiterbewegung nicht mehr wegzudenken.

"Sacco und Vancetti" - 3,6 MB Text: Franz Josef Degenhardt; Musik: Woody Guthrie und David Rovics; Arr: Detlef Black
Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti waren zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten. Sie wurden der Beteiligung an einem doppelten Raubmord angeklagt, in einem umstrittenen Prozess zum Tode verurteilt und in der Nacht vom 22. auf den 23. August 1927 im Staatsgefängnis von Charlestown (Massachusetts) auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die Frage ihrer tatsächlichen Schuld oder Unschuld konnte bis in die Gegenwart nicht vollständig geklärt werden.
Das Todesurteil vom 9. April 1927 hatte weltweite Massendemonstrationen zur Folge. Kritiker warfen der US-amerikanischen Justiz vor, es handele sich um einen politisch motivierten Justizmord auf der Grundlage fragwürdiger Indizien. Entlastende Hinweise seien unzureichend gewürdigt oder sogar unterdrückt worden. Hunderttausende von Menschen beteiligten sich an Petitionen und versuchten damit, einen Aufschub oder die Aussetzung der Urteilsvollstreckung zu erreichen.
Im Jahr 1977 wurden beide postum durch den Gouverneur von Massachusetts, Michael Dukakis, rehabilitiert.

"Comandante Che Guevara" - 4,7 MB Text und Musik: Carlos Pueblo, dt. Text: Wolf Biermann, Arr: Detlef Black, mitwirkende Musiker: Thomas Guthoff-Klavier, Frank Mellies-Drums, -Gesang, Blacky-Gitarren, Bass
Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che Guevara oder einfach Che (* 14. Juni 1928 in Rosario, Argentinien; † 9. Oktober 1967 in La Higuera, Bolivien), war ein marxistischer Politiker, Guerillaführer und Autor. Er war ein zentraler Anführer (Comandante) der Kubanischen Revolution von 1957/58 und ist neben Fidel Castro deren wichtigste Symbolfigur. Ursprünglich hatte der aus einer bürgerlichen Familie stammende Argentinier Medizin studiert. Einzelne seiner Schriften und Reden beeinflussten revolutionäre Strömungen weit über Kuba hinaus, seine Tagebücher haben literarischen Wert, sein Leben wie Sterben und der posthume Kult um seine Person war und ist Gegenstand vielfältiger Betrachtungen in Medien, Filmen und Büchern. Die US-Zeitschrift Time Magazine zählte ihn zu den 100 einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts. Eine Fotografie des „Che“ von Alberto Korda, Guerrillero Heroico, gilt als berühmtestes fotografisches Abbild einer Person.

"We shall not be moved" - 1,5 MB
"Geier´s scharzer Haufen" - 3,5 MB
Wir sind des Geyers schwarzer Haufen ist ein nach dem Ersten Weltkrieg entstandenes politisches Kampflied, das die Taten des Florian Geyer und seines Schwarzen Haufens, einer Odenwälder Bauernarmee während der Bauernkriege des 16. Jahrhunderts glorifiziert.

"Die Arbeiter von Wien" - 2,2 MB Text: Fritz Brügel, Musik: Samuel Pokrass, Arr. Detlef Black, mitwirkende Musiker:
Das Lied Die Arbeiter von Wien entstand vermutlich 1927, als während der so genannten Julirevolte in Wien 89 Demonstranten durch Schüsse in die Menge getötet wurden.
Erstmals aufgeführt wurde es 1929 beim 2. Internationalen Arbeiterjugendtag in Wien. Größere Verbreitung erhielt das Lied 1934 während und nach den Februarkämpfen zwischen österreichischer Arbeiterbewegung und faschistischer Regierung und Organisationen. Vor allem in Wien, der Steiermark und Oberösterreich erhoben sich die Arbeiter gegen den Austrofaschismus. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, das Lied Die Arbeiter von Wien fand aber Eingang in das internationale antifaschistische Liedrepertoire.

"Dem Morgenrot entgegen" - 2,9 MB
Dem Morgenrot entgegen ist ein Kampflied aus der Arbeiterbewegung. Der Text wurde 1907 von dem Bremer Lehrer und Sozialdemokraten Heinrich Eildermann unter dem Titel Lied der Jugend verfasst. Publiziert wurde das Lied erstmals 1910 in der Zeitschrift „Arbeiter-Jugend“, wobei Eildermann das Pseudonym Heinrich Arnulf benutzte. Die Melodie wurde vom Andreas-Hofer-Lied übernommen, das seit 1948 die offizielle Tiroler Landeshymne bildet.

"Zur Sonne, zur Freiheit" - 3,3 MB
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit ist der Titel der deutschen Nachdichtung des Arbeiterlieds „Смело, товарищи, в ногу!“ (Smelo, towarischtschi, w nogu; „Tapfer, Genossen, im Gleichschritt“), das 1895/96 von Leonid Petrowitsch Radin in einem Moskauer Gefängnis zur Melodie eines russischen Volkslieds gedichtet wurde. Es wurde erstmals 1897 von politischen Gefangenen auf dem Marsch in ein anderes Gefängnis gesungen. In den Revolutionen 1905 und 1917 wurde es in Russland zur Hymne. Ins Deutsche wurde es 1918 von dem Dirigenten Hermann Scherchen, dem Leiter eines Arbeiterchores, übersetzt. Scherchen, der auch den Trauermarsch Unsterbliche Opfer mit nach Deutschland brachte, hatte die Lieder in russischer Kriegsgefangenschaft erstmals gehört. In Deutschland wurde Brüder, zur Sonne, zur Freiheit am 21. September 1920 in Berlin das erste Mal öffentlich gesungen.
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit soll das meistgesungene Lied der Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg sein. Es gilt neben Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ als Parteihymne der SPD und wird jeweils zum Abschluss der Parteitage gesungen, hatte aber auch seinen Platz auf den Parteiversammlungen der SED.
Am 17. Juni 1953 wurde das Lied in zahlreichen Orten in der DDR auf den Demonstrationen gesungen, so beispielsweise in Berlin, Merseburg und Schmölln. Genauso wurde es mehrfach bei den Montagsdemonstrationen 1989 in Leipzig angestimmt.
Während das russische Original sieben Strophen hat, war die deutsche Nachdichtung ursprünglich nur dreistrophig; während der Weimarer Republik entstanden eine vierte Strophe, die allgemein in der Arbeiterbewegung gesungen wurde, und eine fünfte Strophe, die nur von Kommunisten verwendet wurde.
Es gibt weitere Übersetzungen in zahlreiche europäische Sprachen (z. B. Dänisch, Norwegisch, Kroatisch, Estnisch).
Die Nationalsozialisten verwendeten das beliebte Lied einerseits mit einer eigens angepassten vierten Strophe, dichteten es andererseits 1927 um in Brüder in Zechen und Gruben, eines der bekanntesten Propagandalieder der NSDAP im Dritten Reich, und ebenfalls 1927 in Brüder formiert die Kolonnen, ein Kampflied der SA.

"Bundeslied" - 3,6 MB Text: Georg Herwegh, Musik: Hanns Eisler; Arr. Detlef Black, mitwirkende Musiker:
Das Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (Bundeslied) beruht auf einem 1863 von Georg Herwegh verfassten Gedicht.
Er schrieb das Gedicht anlässlich der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, aus dem Jahre später die SPD hervorging, als eine Hymne auf das revolutionäre Proletariat.
Die Melodie für das Bundeslied wurde in den 1920er Jahren von Hanns Eisler geschrieben.
Das Bundeslied war jahrelang verboten und konnte daher nur illegal Verbreitung finden. Bis heute gilt es als eines der bekanntesten deutschen Arbeiterkampflieder.
Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeslied findet ihr Testauszug und weitere Links sowie unter "zeitgenössische Arrangements des Bundesliedes" einen Link zu meiner Vertonung.

"Die Moorsoldaten" - 3,9 MB Text: Esser/W.Langhoff; Musik: H.Eisler/R.Goguel; Arr: Detlef Black, mitwirkende Musiker: Detlef Korpolewski-Gesang, Pedda Scheurer-2. Gesang, Blacky-Gitarren, Keyboards, Sampling, Frank Mellies-Drums
Das  Moorsoldatenlied  entstand  im  Konzentrationslager  Bürgermoor II bei Papenburg im Emsland. Erstmals gesungen wurde es auf einer Veranstaltung, die aus Protest gegen ein  nächtliches Pogrom von der illegalen Häftlingsvertretung gegenüber der Lagerleitung durchgesetzt worden war. "Die Moorsoldaten"  wurden  von  einem  aus  dem  Lagerchor  zusammengestellten Quartett gesungen  (jede Stimme  vierfach besetzt). Schon nach der zweiten Strophe begannen  die Zuhörer  mitzusummen. Nach zwei Tagen wurde das Lied offiziell verboten. Es gelangte zuerst in die Tschechoslowakei, wo es von deutschen Antifaschisten sofort aufgegriffen wurde. Hanns Eisler lernte diese erste Fassung durch einen entlassenen Häftling schon 1935 kennen und bearbeitete es für den Sänger Ernst Busch. Busch sang es im spanischen Bürgerkrieg bei den Internationalen Brigaden, in deren Liederbücher es aufgenommen wurde.
"Die Moorsoldaten" gelten heute als das Zeugnis des antifaschistischen Widerstandskampfes in der ganzen Welt. Seit der ´ 68 Bewegung wurde das Lied in der Bundesrepublik bei politischen Veranstaltungen und Demonstrationen wieder viel gesungen.

"Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens" - 3,8 MB Text: Bertolt Brecht, Musik: Kurt Weill, Arr. Detlef Black, mitwirkende Musiker:
Die Dreigroschenoper ist ein Theaterstück von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill. Die Uraufführung fand am 31. August 1928 im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin statt. Das „Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern“ wurde die erfolgreichste deutsche Theateraufführung bis 1933, einige Musiknummern wie die Moritat von Mackie Messer wurden Welthits.

"Brot und Rosen" - 2,6 MB Text: James Oppenheim, dt. Text: Peter Maiwald; Musik: Mimi Farina; Arr: Detlef Black, mitwirkende Musiker: Veronika Maruhn-Gesang, Blacky-Gitarren, Keyboards, Frank Mellies-Drums
Der Slogan Brot und Rosen stammt aus einem Gedicht von James Oppenheim, welches 1911 im American Magazine veröffentlicht wurde und den Frauen im Westen gewidmet ist. 1912 war Brot und Rosen eine Streik-Parole und wurde auch als Lied mit dem Streik von mehr als 20.000 Textilarbeiterinnen in Lawrence, Massachusetts bekannt. Seitdem gehört das Lied zur Internationalen Gewerkschaftsbewegung und zur Frauenbewegung (Internationaler Frauentag, Weltfrauentag).
Geschichtlicher Hintergrund
Beim sogenannten „Brot-und-Rosen-Streik“ kämpften Frauen mit Migrationshintergrund entschieden für ihre Interessen. Sie forderten nicht nur gerechten Lohn (Brot), sondern auch eine menschenwürdige Arbeits- und Lebensumgebung (Rosen). Der Streik wurde von der IWW (Industrial Workers of the World) organisiert und führte dazu, dass die Arbeiter und Arbeiterinnen eine Lohnerhöhung von bis zu 25 Prozent und eine gerechtere Bezahlung von Überstunden erhielten. Auch wurde zugesagt, dass Streikende in Zukunft nicht mehr diskriminiert werden sollen.
Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Brot_und_Rosen findet ihr weitere Infos und einen Link zu meiner Vertonung.

"Herren der Kriege" - 4,5 MB Text und Musik: Bob Dylan, Arr: Detlef Black, mitwirkende Musiker: Detlef Korpolewski und Pedda Scheurer-Gesang, Blacky-Voice, Gitarren, Keyboards, Bass
In dem wütend-eindringlichen „Masters of War“ verfluchte Dylan den militärisch- industriellen Komplex.

1993 - 1996 Studioprojekte / Ethno Kebap

Angeregt durch die Erfahrungen mit Thomas Guthoff hatte ich nun selbst ein kleines Homrecording - Studio mit einem Atari Computer, etwas MIDI-Gerätschaften und einem Vierspurrecorder. Da für die Radiosendungen im Falkenstudio immer wieder auch Instrumentallieder benötigt wurden produzierte ich dort meine ersten Instrumentals. Mit dem steigenden Alter meiner Kinder und dem Einzug der Kinderlieder in unsere Wohnung wurde ich über die viele Musik mit Panflöten auch auf Worldmusic aufmerksam und versuchte diese in meine Produktionen mit einfließen zu lassen. Ethno Kebap war ein derartiges Studioprojekt von dem auch einige Instrumentals für Radiosendungen im Falkenstudio benutzt wurden.

"Guitar works" - 4,9 MB
"Los Mayas" - 4,1 MB
"Ucayali" - 3,8 MB
"Valparaiso" - 4 MB
"Rio negro" - 4,4 MB
"Santa Cruz" - 3,5 MB

1992 - 2006 Einzelaufnahmen mit Studiogästen

Im Laufe der langen Geschichte der Sendereihe "Vor Ort Musik" gab es immer wieder Gelegenheiten mit einzelnen Musikern kleine Aufnahmeprojekte zu machen. Sie haben immer wieder viel Spass gemacht, war es ja für mich sehr interessantmich auf andere Vorstellungen einzulassen und neue Dinge zu erproben. 

Mit dem Liedermacher Heiko Richards nahmen wir eine seiner CDs im Falkenstudio auf. Bei einem dieser Stücke spielte ich die Mandoline dazu.

"Butter bei die Fische" - 4,5 MB

Anton "Toni" Schaaf kannte ich von den Falken aus Mülheim. Neben der Gewerkschaft hatte er seit vielen Jahren seine politische Heimat bei der SPD gefunden. 2002 kandidierte er erstmalig für den Bundestagswahlkreis Essen/Mülheim. Für diesen Wahlkampf 2002 hatte Toni einen Text geschrieben und ich machte ihm die Musik dazu. Uwe Faoro von der Band "Muriel Spark" sang den Titel ein, die Band gehörte zu unseren gemeinsamen Freunden. Bei größeren Wahlkampfveranstaltungen spielte "Muriel Spark" dann unseren Song Live.

"Power aus dem Ruhrgebiet" - 2,8 MB

1991 - 2007 Falkenstudio - "Vor Ort Musik"

2003 bei Radioaufnahmen im Falken-Studio

Jugendkulturarbeit mit Theatergruppen und Bandprojekten hatten im Falkenzentrum Süd bereits eine lange Tradition. Als Anfang der 90er Jahre der Privatfunk nach und nach eingeführt wurde und die über 50 Lokalstationen in NRW an den Start gingen überlegte der Falken-Vorstand in Essen ein Aufnahmestudio für den Bürgerfunk einzurichten dessen Aufgabe es sein sollte ein "Sprachrohr für Kinder und Jugendliche" bei Radio Essen zu werden. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Essen wurde die ehemalige Fahrradwerkstatt neben dem Proberaum im Falkenzentrum umgebaut und mit hochwertiger Technik ausgestattet. Das Falken-Studio wurde von Beginn an eine anerkannte Radiowerkstatt der LfR - Landesanstalt für Rundfunk, heute LfM - Landesanstalt für Medien. Wöchentlich wurden hier Radiosendungen produziert die dann im Rahmen des Bürgerfunks abends über Radio Essen ausgestrahlt wurden. Die Sendereihe "Vor Ort Musik" wurde dabei eine zentrale Sendeform, in der lokale Bands interviewt wurden und ihre Musik vorgestellt wurde. Dieses Angebot fand in der Musikszene große Ressonanz und neben Problemlagen wie Proberaummangel, geringe Auftrittsmöglichkeiten, wenig Austausch unter den Bands entstand hier eine bedeutende Lobbyarbeit für lokale Künstler. So innitierte das Falkenstudio die Gründung der Künstlerinitiative "Essener eigenart" die mit verscheidenen Aktionen und Radiobeiträgen insbesondere auf den Proberaummangel aber auch auf fehlende Ausstellungsmöglichkeiten von bildenden KünsterInnen hinweis. Das Falkenstudio und das Falkenzentrum engagierten sich aber auch für die Sprayer in Essen und freuen sich nach jahrelangem Ringen darüber dass es heute endlich legale Freiflächen für diese Kulturform in unserer Stadt gibt. Mehrere Jahre durfte ich auch Jurymitglied des traditionsreichen Sparkassen-Samplers Made In Essen sein, was mir sehr viel Spass gemacht hat. Nach über 20 Jahren trifft der Sparkassensampler noch heute bei den lokalen Musikern auf positive Resonanz was die zahlreichen jährlichen Bewerbungen demonstrieren da neben der CD-Produktion seit einigen Jahren auch sehr attraktive Auftrittsmöglichkeiten dazu gekommen sind. Aus der Zusammenarbeit an den Radiosendungen entstanden aber auch zahlreiche Freundschaften und kleinere Projekte. Einige davon sind weiter oben etwas näher beschrieben.

1989 - 1991 Arbeiterlieder "Altes frisch"

Mittlerweile waren auch bei Falken die Stimmen stärker geworden die traditionellen Arbeiterlieder auch mal in modernere Musikform zu arrangieren, damit die Beschäftigung mit den Liedtexten weiterhin auf Interesse bei jungen Menschen stößt. So war der Falken-Vorstand in Essen bereit ein Projekt finanziell zu unterstützen wo Thomas Guthoff und ich einige Lieder neu arrangierten. Da Thomas dabei war ein eigenes Musikstudio aufzubauen und über seine berufliche Tätigkeit als Dozent an der Folkwang Musikschule Essen, aber auch als aktiver Musiker in einer Gala-Band über hervorragende Kontakte zu professionellen Musikern verfügte konnte ich dabei sehr viel lernen, nicht nur von den beteiligten Musikern sondern insbesondere von Thomas was die Erarbeitung von Arrangements und die Nutzung und dem Umgang mit Studiotechnik anging.
Außerdem gab es einen Backgroundchor mit Beate, Bernd, Elke, Petra und Christina den Thomas Guthoff in seinem damaligen Homestudio "wellfarm music, Essen" trainierte.
Wir produzierten damals eine Musikkassette deren A-Seite mit Gesang aufgenommen wurde und auf der B-Seite die entsprechenden Playbacks ohne Gesang enthielten. Die Cover-Gestaltung kam von Tim Bastian.
Noch Jahre später haben wir uns immer wieder gerne um das Thema Studio- und Aufnahmetechnik ausgetauscht bis Thomas mit seinem Studio nach Neuwied zog und heute im Kölner Raum noch zahlreiche Musik- und Theaterprojekte macht. Näher Infos über seine Arbeit findet ihr unter:
Thomas Guthoff Musikproduktion

Veröffentlichung:

Altes frisch - Musikkassette
Die Moorsoldaten - 6,2 MB dt. Text: Esser/Langhoff; Musik: H.Eisler/R.Goguel; Arr: Thomas Guthoff;
mitwirkende Musiker: Ray Dantes-Gesang, Bernd Kremer-Gitarre, Thomas Guthoff-Keyboards, Herbert Schiffer-Schlagzeugprogrammierung
Das Moorsoldatenlied, Börgermoorlied oder kurz Moorlied wurde 1933 von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des Nazi-Regimes gefangen gehalten. Mit einfachen Werkzeugen wie dem Spaten mussten diese dort das Moor kultivieren.
Texter des Liedes waren der Bergmann Johann Esser und der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff, die Musik stammt von dem kaufmännischen Angestellten Rudi Goguel. Das Lied wurde am 27. August 1933 bei einer Veranstaltung namens Zirkus Konzentrazani von 16 Häftlingen, überwiegend ehemaligen Mitgliedern des Solinger Arbeitergesangvereins, aufgeführt.

"Bella Ciao" - 3,8 MB dt. Text: H.Berner; Musik: ital. Volksweise; Arr: Thomas Guthoff; mitwirkende Musiker: Marianne List-Gesang, Thomas Guthoff-Klavier, Keyboards
Bella Ciao gehört zu den auch international bekanntesten Liedern der Antifaschisten. In Italien besitzt es eine Popularität, die eigentlich von keinem anderen Lied übertroffen wird.

"Die Einheitsfront" - 4 MB Text: Bert Brecht; Musik: Hanns Eisler; Arr: Blacky
mitwirkende Musiker: Ray Dantes-Gesang, Herbert Schiffer-Drumprogrammierung, Blacky-Gitarre, Thomas Guthoff-Keyboards

Das Einheitsfrontlied („Und weil der Mensch ein Mensch ist …“) ist eins der bekanntesten Lieder der deutschen Arbeiterbewegung.
Es wurde von Bertolt Brecht (Text) und Hanns Eisler (Melodie) geschrieben.
Das Lied entstand Ende 1934 auf Bitte von Erwin Piscator für die Erste Internationale Musikolympiade. Es thematisierte Brechts Überzeugung, dass nur eine Einheitsfront aus Kommunisten und Sozialdemokraten, ja aller Arbeiter eine Chance habe gegen den Nationalsozialismus noch etwas auszurichten. Auf der Musikolympiade 1935 in Straßburg wurde es uraufgeführt und dort von 3000 Arbeitersängern vorgetragen. Gedruckt erschien es erstmals 1937 während des Spanischen Bürgerkrieges in Madrid als Lied von der Einheitsfront, herausgegeben von Ernst Busch.

Wir sind Kinder einer Erde - 5 MB dt. Text: V.Ludwig/Chr.Sorge; Musik: B.Heymann; Arr: Thomas Guthoff;
mitwirkende Musiker: Marianne List-Gesang, Bernd Kremer-Gitarre, Thomas Guthoff-Keyboards, Herbert Schiffer-Schlagzeugprogrammierung


Mut gehört dazu - 5,7 MB Text: Christina Timmer; Musik: Thomas Guthoff;
mitwirkende Musiker: Marianne List-Gesang, Bernd Kremer-Gitarre, Thomas Guthoff-Keyboards, Herbert Schiffer-Schlagzeugprogrammierung


Viel zu nass und vie zu kühl - 5 MB Text: Ralf Söhn; Musik: Ralf Vanek

1984 - 1988 CoCash

Bandmitglieder:

Blacky bei Cocash als Stahlkocher - Paul Köhler - Keyboard und Gesang
- Georg - Gitarre und Gesang
- Blacky - Gitarren und Drum-Computer
- Harald "Harry" Müller - E-Bass
- Name leider entfallen - Percussion
- Name leider entfallen - Schauspieler

Über die Falken lernten Harry und ich die aktiven Gewerkschafter und Falken Georg und Paul Köhler aus Duisburg kennen und gründeten Mitte der 80er das Rocktheater CoCash.
Wir spielten auf diversen Theaterfestivals unter anderem auch mit Rocktheater N8chtschicht in Gelsenkirchen und tourten an Wochenenden durchs Ruhrgebiet und NRW und machten viele Auftritte. Im Laufe der Zeit beteiligten sich auch professionelle Schauspieler am Programm und wir nahmen auch Fortbildungen im Bereich Theater und Musik. Unser Solidaritätsauftritt in Rheinhausen gegen die Schließung des Stahtwerkes war unser letzter Auftritt. Unser satirisches Szenario des Ruhrgebietes "Kloakentown" als großer Freizeitpark wurde Realität (Landschaftspark Nord) und wir trauten uns vor den streikenden Stahlarbeitern nicht das Ende unseres Stückes zu spielen. Ein neues Programm sollte erstellt werden. Harry Müller wanderte nach Australien aus. Kurzfristig wurde zwar ein neuer Bassist gefunden aber der private Einstieg in die Vaterschaft von Paul und Blacky sowie dier Schichtdienst von Paul bei Thyssen-Krupp und Blackys permanente Mittagsschicht im Falkenzentrum Süd ließen neben den neuen familiären Herausforderungen zu wenig Zeit für dieses Vorhaben.

Mitschnitt: KLOAKENTOWN - ein Bilderbogen / CoCash - post-montanes Rocktheater

"Kloakentown Thema" - 1,4 MB
"Intro Gedicht" - LIVE 0,8 MB
"Thyssen" - LIVE 6,2 MB
"Ankündigung Stahlarbeiter" - LIVE 1,3 MB
"Stahlarbeiter" - 2,5 MB
"Ankündigung Meiderich" - LIVE 1,9 MB
"Meiderich" - LIVE 2,8 MB
"Ankündigung Schlosser" - LIVE 2,1 MB
"Ich bin Schlosser" - LIVE 5,6 MB
"Ankündigung Nur noch Deutsche" - LIVE 0,8 MB
"Nur noch Deutsche" - LIVE 3,2 MB
"Ankündigung Misch dich ein" - LIVE 0,6 MB
"Misch dich ein" - 5,3 MB
"Misch dich ein" - LIVE 6,2 MB
"Der Gewerkschafter" - LIVE 2,3 MB
"Ankündigung Neues Kampflied" - LIVE 2,7 MB
"Neues Kampflied" - LIVE 2,8 MB
"Ankündigung Die Henker" - LIVE 2,8 MB
"Die Henker warten schon" - 4,1 MB
"Die Henker" - LIVE 4,3 MB
"Das Museum" - LIVE 3,7 MB
"Kloakentown" - 4,7 MB
"Diese Stadt" - LIVE 3,8 MB
"Dein neuer Morgen" - LIVE 3,7 MB
"Ich steh am Fenster" - 4,3 MB


1978 - 1983 Blickfeld

Bandmitglieder

Blickfeld LIVE in Recklinghausen Peter Neitzert - Keyboards
Frank Rinas - Gitarre und Gesang
Blacky - Gitarre und Gesang
Georg Winter - Bassgitarre
Peter Rieken - Schlagzeug
  Bernd Brautmeier - Schlagzeug
Reinhard Mono - Schlagzeug
Sabine Senf - Gesang
Conny - Gesang
Michael Zlotnik - Tontechnik

Blickfeld LIVE in Recklinghausen In Essen-Freisenbruch lernten sich Peter Neitzert, Frank Rinas und Blacky kennen und probierten sich in der Schaffung eigener Musiktitel. Geprobt wurde zunächst auf dem Dachboden von Blacky. Schon früh investierten die Gründungsmitglieder Frank und Blacky ihr knappes Geld aus Zivildienst und Lehre in eine PA-Anlage damit alle in der Lage waren laut zu spielen. Mit der Suche nach einem Schlagzeuger ging aber auch die Suche nach einem Proberaum einher. Dieser wurde dann in bei Freunden in Essen-Kupferdreh gefunden, die ein Haus der Bundesbahn bewohnten der einen alten Luftschutzbunker besaß. In viel Mühe wurde dieser entrümpelt und komplett gedämmt. Ab jetzt wurden zahlreiche Rockstücke mit deutschen Texten komponiert. Einige Mitglieder der Band engagierten sich in der damaligen Musikerinitiative EMU - Essener Musik Union. BLICKFELD spielte zahlreiche Konzerte und Festivals und beteiligten sich an Soli- und Protestkonzerten z.B. gegen den Bau des Aalto-Theaters das trotzdem gebaut wurde, oder gegen den Abriss der Wohnhäuser im Löwenthal in Werden, wo damals einige Freunde der Band wohnten und welche heute immer noch stehen und jetzt die beliebten Gartenkneipen "Im Löwental" und "Zum Dicken Engel" beherbergen. Es folgten auch zahlreiche Auftritte, unter anderem bei dem bekannten Open Air Werden.  Blickfeld LIVE in Recklinghausen

In der Festschrift zum 20. Pfingst Open Air Werden ist über Blickfeld folgendes zu lesen:

"Die Jugendzentrumsinitiativen hatten inzwischen ihre Zentren in Rüttenscheid und Werden bekommen und in Beschlag genommen.Besonders in Werden wurde von Anfang an ein jugendkultureller Schwerpunkt berücksichtigt. So lag es nahe, das zwei Jahre zuvor Begonnene wieder aufzunehmen. ... Die Band JOURNEY´S END hatte die Gruppe CHACHINTA als Initiator abgelöst. Die Technik kam diesmal von der Band BLICKFELD.  ... Es gab viel Deutschrock mit sozialkritischen Texten zu hören, was von BLICKFELD, der Hausband der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken ja auch zu erwarten war. In ihren Reihen Detlef Black - besser bekannt als Blacky - noch heute im Falkenzentrum Süd tätig. Dort baute er das Falkenstudio auf das heute im Lokalfunk OK 43 u.a. immer wieder junge Essener Bands vorstellt."

Am 31.05.1982 spielten beim 2. Pfingst Open Air Werden die Bands RÜBENKRAUT, IRRLICHT, UHRWERK 80, BLICKFELD und JOURNEY´S END.

Bei den Falken stritten sich einige Bandmitglieder bis auf Bundesebene dass das "politische Lied" nicht nur von Liedermachern vorgetragen werden kann. Es wurden aber auch zahlreiche Konzerte im Rahmen von Veranstaltungen der Falken auch über Essen hinaus gespielt, u.a. beim Bundesjugendring, denen aber dann doch unsere Musik zu laut war.

Ein gescheites Demo machen war damals nicht so einfach und so packten die Bandmitglieder ihre Gagen aus den Auftritten zusammen um in Soest erstmalig in ein Tonstudio zu gehen und an einem Wochenende ein Demostück aufzunehmen. Dort erlebten wir unser blaues Wunder denn wir lernten gnadenlos unsere Schwächen kennen und hörten unsere Fehler.

Viel Spass beim einzigen Tonbeispiel von Blickfeld und dem Song "Meister" - 2,9 MB.

Mitte der 80er Jahre ging die Band auseinander. Neben Richtungsquerelen ("Politrock" oder "kommerzieller Rock") gesellten sich auch private Konflikte und das Fass lief über.