Über mich

Herzlich Willkommen bei Black-Records
in Mülheim an der Ruhr/Deutschland

2012blacky mit kensyman nennt mich "Blacky", was mir auch besser gefällt als mein Vorname.
1984 machte ich meinen Abschluss als Diplom Pädagoge an der Universität in Essen. Seit meinem 13.ten Lebensjahr lerne ich Gitarre spielen. Seitdem war ich in einigen Bands und beim Rocktheater "Cocash". Ab dem 1. April 1984 begann ich als Diplom Pädagoge im Falkenzentrum Süd. Meine Arbeitsschwerpunkte waren zunächst Kinder- und Jugendkulturarbeit. Von 1992 bis 2007 leitete ich eine von der Landesanstalt für Rundfunk anerkannte Radiowerkstatt - das Falken-Studio in Essen. Zahlreiche Workshops und Seminare im Bereich "Computer und Musik", "analoges und digitales Recording" und "Radiojournalismus" wurden von mir durchgeführt und darüber hinaus mache ich Songwriting, Vertonungen und Audio-Nachbearbeitungen.
Seit 1996 betreibe ich nebenberuflich ein eigenes Digital-/Hybrid-Studio in Mülheim.
Seit 2007 bin ich Geschäftsführer der SJD - Die Falken im KV-Essen und setze mich auf jugendpolitischer Ebene für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Essen ein.

... aber noch mal zurück

Uli+Blacky als Achmet+Fred 2006 in Polen Ich bin anno 1956 Heilichabend in Essen zur Welt gekommen, was nicht zu den schlausten Entscheidungen in meinem Leben zählen sollte. Nach´m Kindergarten ging´s dann 1962 auf die Grundschule und 1966 auf die Albert-Einstein-Realschule in Essen-Rellinghausen.
Da in unserer Klasse Gitarre spielen ziemlich hipp war - Stefan Stoppok war in unserer Klasse und konnte damals schon verschärft dieses Ding bedienen - nahm ich mit einem Freund zusammen Gitarrenunterricht. Lernte dort ein Jahr lang alte Kammellen von den "Shadows", was mir zwar nicht so sehr musikalisch weiterhalf, lernte aber mich durch die dunklen Saiten dieses Instruments zu kämpfen. Zog es später vor autodidaktisch das Instrument weiter zu lernen und mit Freunden rum zu klimpern.
Vor der Entscheidung gestellt nach der Realschule in der Firma die meinen Vater schon beschäftigte, beispielsweise Vermessungstechniker zu lernen sagte mir nicht sonderlich zu da zu diesem Zeitpunkt das Verhältnis zu meinem Vater einige Störungen hatte und mir mehr Distanz wichtiger war als eine mögliche auch berufliche starke Nähe. Also blieb mir nur die Flucht nach vorne um mehr Zeit zu gewinnen und mir selber Gedanken um meine berufliche Perspektive zu machen. Ging dann zum bischöflichen Aufbaugymnasium Stoppenberg in Essen. Mein Vater verunglückte auf dem Bau als ich 18 Jahre alt wurde und trotz vieler Differenzen beschäftigte mich der Gedanke um die Risiken und fehlende Sicherheit am Arbeitsplatz sehr. Ich wiederholte die 13.te Klasse und schaffte dann doch noch das Abi mit ´ner Nachprüfung.
Ich spielte in jener Zeit in einer Schülerband. Wir hatten auf der Schule ´nen super Musiklehrer, der mit uns über Klangmalerei, heute würde man sagen "ambience", Pop, Folklore und Theatervertonungen im Eisler-Stil machte und anschliessend auch Aufführungen organisierte. Nebenbei spielte ich E-Gitarre in Jugendmessen in der St. Alfrid Gemeinde und gründete mit Freunden meine erste deutschsprachige Rockband "Blickfeld".
Britta+Blacky tanzen bei Live-Mucke von ManoeS und SAM Nach dem Abi hatte ich erst einmal die Nase voll von Schule und machte ein Praktikum beim Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Essen e.V. - dem heutigen VKJ-Verein für Kinder und Jugendarbeit. Meinen Zivildienst begann ich erst beim gleichen Verein über den ich dann durch ein Sommerzeltlager die Essener Falken kennenlernte und meinen weiteren Zivildienst bei den Falken in Essen - Holsterhausen in einem Kinder- und Jugendzentrum absolvierte.
Von dem Verdienst aus dem Zivildienst kaufte ich die ersten Teile einer PA für die Band, Mixer und dicke Boxen (die Lautsprecher aus den Boxen tun heute noch ihren Dienst in eigenen entworfenen Boxen). Ein Bandkollege kaufte die Endstufe und so wurde nach und nach unsere Anlage immer lauter und wir konnten damit unsere ersten Auftritte durchführen.
Das Ende des Zivildienstes nahte und die Frage "was nun?" wurde immer aufdringlicher. Zuerst wollte ich etwas mit Musik studieren, allerdings kein Lehramt, denn von der Schule hatte ich immer noch die Nase voll. Für ein Instrumentenstudium (Gitarre wäre nett gewesen) hätte ich allerdings ein Vorprüfung auf´m Klavier machen müssen - schied also aus, bisher kannte ich dieses Instrument nur vom Sehen. Dann wollte ich Musikwissenschaften in Bochum studieren. Dafür musste ich allerdings das grosse Latinum haben - schied also auch aus da ich Latein im Abi voll versägt hatte und ´ne Wiederholung kam für mich dann doch nicht in Frage. So entschied ich mich für das Studium der Erziehungswissenschaften in Dortmund, da mir die ausserschulische pädagogische Arbeit während des Praktikums und Zivildienstes auch sehr gut gefallen hatte und ich hier auch einige Möglichkeiten sah, meinem Hobby auch beruflich nah zu bleiben.
Soundcheck beim Nachwuchswettbewerb Rocktage West im Falkenzentrum Süd Die Arbeit bei den Falken machte mir mittlerweile dermassen viel Spass, dass ich Jugendringleiter im Vorstand der Essener Falken wurde. Neben der politisch-pädagogischen Arbeit organisierte ich mit dem damaligen Bildungssekretaer der Essener Falken Jürgen Hitzges auch zahlreiche Konzerte unter anderem mit:
Bettina Wegener, Ina Deter, Embryo, Was Tun Band, B1, Three Mustafa Three und Veranstaltungen zum 1. Mai mit bekannten lokalen Bands, Kaberettisten, Polit-Theater Gruppen usw. Mit unsere Band "Blickfeld" und unserer eigenen PA unterstützten wir das Gelingen der ersten Werdener Open Air Festivals , das heute mittlerweile in Essen Kultcharakter hat. Unsere Band arbeitete aktiv bei der damaligen Essener Musiker Initiative (EMU) mit. Wir spielten als Band zahlreiche Konzerte und Festivals und beteiligten uns an Soli- und Protestkonzerten (z.B. gegen den Bau des Aaltotheaters - steht jetzt aber trotzdem) in Essen und Umgebung. Bei den Falken stritten wir uns auf Bundesebene, dass "das politische Lied" nicht nur von Liedermachern vorgetragen werden kann und machten auch gelegentlich Auftritte bei politischen Veranstaltungen des Landes- und Bundesverbandes der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken. Beim Bundesjugendring mussten wir nach dem dritten Stück aufhören, weil unsere Musik "zu laut" für die alten Ohren der Anwesenden war.Von dem ersparten Geld durch Auftritte gingen wir dann in Soest ins Studio und erlebten dort erstmalig unser blaues Wunder - wir hörten unsere Fehler und lernten gnadenlos unsere Schwächen kennen. Anfang der 80er Jahre ging die Band dann auseinander, neben den Richtungsquerelen (Polit-Band oder "kommerzieller Rock") gesellten sich auch private Konflikte und das Fass lief über.

... der Ernst des Lebens

2009 Urlaub mit Britta in Paleochora Mittlerweile hatte ich nach meinem Vordiplom den Wechsel zur Gesamthochschule Essen gemacht, da es hier ein Forschungsseminar zur Pädagogik Makarenkos gab, was mich neben allen Strapazen sehr begeistert hat. 1984 schloss ich mein Studium ab und war Diplom-Pädagoge.
Anfang der 80er Jahre setzten sich die Essener Falken stark für arbeitslose Jugendliche ein. Sie waren mit dem DGB Initiator für eine überbetriebliche Ausbildung und gründeten die Jugendberufshilfe e.V. (heute Teil der JHE-Jugendhilfe Essen gGmbH) innerhalb der Falken setzte ich mich für eine Arbeitsloseninitiative ein, in der sowohl arbeitslose Studenten in spe als auch Hauptschüler zusammen verschiedene Produktionsbereiche organisierten die sich später SAS (Sozialistische ArbeiterInnen Selbsthilfe) nannte. Hier gab es Werkstätten im Bereich Metall eine Fahrradwerkstatt, im Bereich Textil eine Lederwerkstatt und im Bereich Holz wurden insbesondere HiFi, PA und Instrumentenlautsprechersysteme gebaut. Im Kreativbereich gründeten wir eine Theater- und Kabarettgruppe.
Als im Falkenzentrum Süd in Essen-Holsterhausen eine Sozialarbeiterstelle frei wurde machten mir Vorstandsmitglieder das Angebot mich für diese Stelle zu bewerben, was ich dann auch tat und die Projektarbeit mit der Arbeitsloseninitiative wurde ein Schwerpunkt in der Jugendarbeit des Jugendzentrums. Neben der Alltagsarbeit fanden auch viele Solidaritätsaktivitäten mit den damals streikenden englischen Bergarbeitern statt, den von Massenentlassungen bedrohten Stahlarbeitern in verschiedenen Ruhrgebietsstädten usw.
Blacky bei Cocash als Stahlkocher Mit aktiven Gewerkschaftern aus Duisburg gründete ich Mitte der 80er das Rocktheater "Cocash". Wir spielten auf diversen Theaterfestivals unter anderem auch mit Rocktheater N8chtschicht in Gelsenkirchen und tourten an Wochenenden durchs Ruhrgebiet und NRW und machten viele Auftritte. Im Laufe der Zeit beteiligten sich auch professionelle Schauspieler am Programm und wir nahmen auch Fortbildungen im Bereich Theater und Musik. Unser Solidaritätsauftritt in Rheinhausen gegen die Schließung des Stahtwerkes war unser letzter Auftritt. Unser satirisches Szenario des Ruhrgebietes als großer Freizeitpark wurde Realität (Landschaftspark Nord) und wir trauten uns vor den streikenden Stahlarbeitern nicht das Ende unseres Stückes zu spielen. Ein neues Programm sollte erstellt werden. Der private Einstieg in die Vaterschaft verhinderte allerdings dieses Vorhaben.
2003 bei Radioaufnahmen im Falken-Studio Im Rahmen der Privatisierung in der Medienlandschaft entstanden in NRW über 50 Lokalsender, die im Landesrundfunkgesetz verpflichtet wurden Bürgerinnen und Bürger 15% ihrer Sendezeit zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurden Radiowerkstätten gegründet und das Falkenzentrum bekam eine solche. Mein Job wurde es die Leitung zu übernehmen und die damit verbundenen Aktivitäten umzusetzen, als da waren Seminare veranstalten, Produktionsgruppen betreuen, das Studio technisch einzurichten und weiter zu entwickeln und die Produktion regelmässiger Radiosendungen von Kindern und Jugendlichen sicher zu stellen. Seit April 1992 gibt es den Lokalsender Essen und seitdem ist das Falken-Studio eine von der Landesanstalt für Medien anerkannte Radiowerkstatt auf Sendung. In der verbleibenden Arbeitszeit war ich weiterhin an der Organisation von Konzerten, Veranstaltungen und Projekten mit und für Musiker in Essen beteiligt. Als Anfang diesen Jahrtausends immer mehr öffentliche Proberäume geschlossen wurden stellten wir im Falkenzentrum-Süd die Künstlerinitiative "Essener - eigenart" auf die Beine!
Durch die Radioarbeit, insbesondere mit der Sendereihe "Vor Ort Musik" entstanden über Jahre zahlreiche auch engere Kontakte zu lokalen Musikern und Künstlern. Hieraus entwickelten sich zahlreiche Projekte. Weitere Infos und Kostproben dieser Schaffenszeit findet ihr unter Projekte!

und wat is jetz?

Aufnahme von Heimatmelodien in Ramsau Die Projektarbeit brachte es mit sich, dass ich auch eine private Produktionsstätte aufbaute und nun seit 1999 die Arbeit im Studio auch in angenehmer räumlicher Umgebung umsetzen kann.
Aus selbst das Tanzbein schwingen entwickelte sich aus einem "schaun wir mal" mittlerweile ein langjähriges Hobby in der Tanzschule Achim Jürgens . So wundert es im Rückblick auch nicht sonderlich dass aus einer ersten Session mit teilweise alten Freunden ein regelmäßiges Proben wurden wo wir uns nach der x-ten Probe und ersten Live-Auftritten im engen Freundeskreis zur Gruppe "ManoeS" formierten, in der wir die Musik spielen die uns schon immer gefallen hat und daher covern wir was uns gefällt. Bei Live-Auftritten wollen wir möglichst viel Spass mit dem Publikum erleben, daher gehören kleine Showeinlagen mit Feuerwerk, Nebel und Verkleidungen ebenso zum Programm wie Mitmachanimationen oder Ratespiele zu unserer musikalischen Zeitreise.
Durch die veränderten Arbeitszeiten mit dem Stellenwechsel in die Geschäftsführung der SJD-Die Falken und mehr freien Abenden, aber auch das Treffen auf alte Bekannte aus "Blickfeld-Zeiten" und das erste Gebastel an neuen eigenen Stücken brachte den Wunsch mit sich eine Live-Band ins Leben zu rufen, mehr dazu unter "Kensy"!
Fotosession in Camden/London Naja, und sicherlich angespornt von den künstlerischen Interessen der eigenen Kinder ist auch das eigene Interesse an Fotografie wieder erwacht.
Ach so, aktiv Radio mache ich zur Zeit nicht mehr, dafür bin ich für den AKJ-Arbeitskreis Jugend Essen Mitglied in der Veranstaltergemeinschaft von Radio-Essen . Als Mitglied des Jugendhilfeausschusses für die Falken liegen meine jugendpolitischen Schwerpunkte in der Armutsbekämpfung von Kindern und Jugendlichen und der kommunalen gesellschaftlichen Beteiligung von Jugendlichen ab 14 Jahren im Rahmen des Essener Beteiligungskonzeptes "MitWirkung".